Unser Ziel ist es, Projekte, die auf Grundlage unseres Stiftungszwecks förderfähig sind, nachhaltig zu unterstützen.
Krankenstube der Caritas auf St. Pauli – Ein Ort der Menschlichkeit
Seit mehr als 25 Jahren leistet die Krankenstube der Caritas auf St. Pauli einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Versorgung obdachloser Menschen in Hamburg.
Rund 2.500 Menschen leben in der Hansestadt ohne festen Wohnsitz auf der Straße, unter Brücken oder in Parks. Ein längerer Aufenthalt auf der Straße führt häufig zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Die vor über 25 Jahren gegründete Krankenstube bietet im Gesundheitszentrum St. Pauli 20 Pflegebetten und ist rund um die Uhr besetzt. Sie ermöglicht obdachlosen Menschen eine notwendige medizinische Versorgung, Stabilisierung und Genesung und trägt dazu bei, neue Perspektiven zu eröffnen. Patient*innen der Krankenstube für Obdachlose sollen nach ihrer Genesung nicht wieder auf die Straße zurückkehren müssen. Hier setzt in der Folge das Projekt WohnStart an. Es ermöglicht einen Einstieg in ein selbstständiges Wohnen fernab des Lebens auf der Straße. Bis heute ist die Krankenstube der Caritas auf St. Pauli das einzige stationäre Pflegeangebot für obdachlose Menschen in Hamburg.
Wir unterstützen das Projekt, weil es ein Ort der Menschlichkeit ist. Es setzt genau dort an, wo die Not am größten ist – auf der Straße – und gibt den Menschen zudem eine Perspektive.
Unterstützen auch Sie dieses wichtige Projekt und geben Sie obdachlosen Menschen die Chance auf Schutz, Würde und einen neuen Anfang.
Housing First - ist ein innovatives und erfolgreiches Projekt zur langfristigen Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Die Grundidee entstand in den 90er Jahren in den USA unter der Leitung von Dr. Sam Tsemberis.
Der zentrale Ansatz von Housing First betont das Recht von wohnungslosen Menschen auf Wohnen. Wohnraum wird zuerst und nicht zuletzt angeboten! Dieser Paradigmenwechsel in der Obdachlosenhilfe wird seit einigen Jahren in Europa und auch in vielen Städten Deutschlands mit großen Erfolgen umgesetzt.
So auch seit 2020 in Hamburg mit dem Wohnprojekt „Land in Sicht!“.
Das CaFée mit Herz hat sechs Wohnungen angemietet, um dort obdachlose Gäste einzuquartieren und ihnen einen sicheren, stabilisierenden Hafen auf Zeit zu bieten. Diese Gäste - bevorzugt ältere Menschen und Frauen, da diese auf der Straße besonderer Gefährdung ausgesetzt sind - werden sehr engmaschig durch eine Sozialarbeiterin betreut. Es werden die Papiere in Ordnung gebracht, Sozialversicherungen aktiviert, je nach beruflicher Qualifikation ein Job gesucht und wenn diese Basis geschaffen ist, wird gemeinsam eine eigene Wohnung gesucht. Ziel soll sein, dass der Gast eine solide Basis bekommt, um wieder eigenständig zu leben. Die dann freiwerdende Wohnung wird dem nächsten Gast zur Verfügung gestellt. Forschungen in den USA, Kanada und Europa zeigen, dass Housing First die Wohnungslosigkeit bei mindestens acht von zehn Personen beendet.
KH2biografisch und KH2-DIGITAL in Hamburg Altona
Im Mai 2022 lernten wir Christine Worch, Geschäftsführerin der Stiftung Generationen-Zusammenhalt, persönlich kennen. Sie berichtete von den Erfolgen der Initiative „KULTURISTENHOCH2“ (KH2) sowie des Projekts „KULTURISTENHOCH2 – SeniorenAktiv“, die wir imvergangenen Jahr gefördert haben. Zudem stellte sie die Projekte KH2biografisch und KH2-DIGITAL vor. Beide Projekte ermöglichen von Altersarmut betroffenen Menschen eine aktive Teilhabe amgesellschaftlichen Leben. Was begeistert uns an der Arbeit der KH2-Projekte besonders?
Vor allem der generationsübergreifende Ansatz: Junge Menschen werden für gesellschaftliche Herausforderungen sensibilisiert und dazu ermutigt, aktiv Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten – wie im Projekt „KH2-SeniorenAktiv“. Der demografische Wandel bringt wachsende Herausforderungen mit sich. Altersarmut und Einsamkeit nehmen zu. KULTURISTENHOCH2 begegnet diesen Entwicklungen mit innovativen Projekten, die Alt und Jung miteinander verbinden. KH2biografisch „ABER ICH HAB DOCH GAR NICHTS ZU ERZÄHLEN“. 32 Leben mit Kunst und Kultur … KH2-DIGITAL
OberstufenschülerInnen ab 16 Jahren interviewen SeniorInnen im Alter von 63 bis 95 Jahren über den biografischen Wert von Kunst und Kultur. Dabei entsteht ein intensiver Austausch: Die Jugendlichen erlernen journalistische und kommunikative Fähigkeiten, während die SeniorInnen Wertschätzung für ihre Lebensleistung erfahren. Wir freuen uns, das Projekt bei Print-, Produktions- und Fotoaufwendungen unterstützen zu können.
Das Projekt wurde im Herbst 2020 gegründet, als Einsamkeit und Isolation – besonders bei älteren Menschen – stark zunahmen. KH2-DIGITAL ermöglicht digitale Teilhabe für ältere Menschen, die davon bedroht sind. Unsere Förderung unterstützt fünf SeniorInnen in Hamburg Altona, die sich weder digitale Endgeräte noch einen Internetzugang leisten können.

Wir freuen uns, wenn wir erfahren, dass unsere Spenden so konkret helfen:
„Sehr geehrte Frau Kalla, sehr geehrter Vorstand der Dr. Jürgen Köster Stiftung, Ihre großzügige Spende aus dem vergangenen Jahr hat einiges bewirkt. Sie hat Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch einmal Momente der Freude und des Glücks geschenkt. Menschen wie Andy Eagle zum Beispiel: Jahrzehntelang war Andy Eagle in der Hamburger Musikszene und im Umfeld des FC St. Pauli unterwegs. Am Ende seines Lebens wollte der 64-Jährige nochmal all das erleben, was ihm lieb und wichtig war.
Mit dem Wünschewagen halfen wir ihm dabei…"
Um die Wünsche realisieren zu können, muss das Projekt die laufenden Kosten des Fahrzeugs bestreiten (jährlich ca. 20.000 €), Ehrenamtliche schulen und mit Dienstkleidung ausstatten, Reisekosten und z.B. Eintrittskarten bezahlen und vieles mehr. Lassen Sie uns gemeinsam noch mehr letzte Wünsche erfüllen und für Menschen da sein, die am Ende ihres Lebens weder körperlich noch finanziell dazu in der Lage sind, sich einen Wunsch zu erfüllen. Helfen Sie uns letzte Wünsche zu erfüllen!
Seit unserer Gründung unterstützen wir das ArztMobil Hamburg.
Die Klientel von Menschen, die medizinische Versorgung benötigen, ist bunt gemischt. Neben Menschen, die auf der Straße leben, benötigen Flüchtlinge, Drogenabhängige und vor allem auch immer mehr Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, die Hilfe von Organisationen wie dem ArztMobil Hamburg.
In den meisten Fällen handelt es sich um chronisch oder akut kranke Menschen, denen ohne medizinische Versorgung schwerwiegende gesundheitliche Folgen drohen können.
Neben der medizinischen Versorgung geht es um die Verteilung von Lebensmitteln, Getränken und Schlafsäcken. Das Team ist auf inzwischen mehr als 30 ehrenamtlich Tätige angewachsen: Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, Notfallsanitäter*innen, Küchenteam und viele andere Ehrenamtliche, ohne deren Unterstützung die Versorgung im und am Arztmobil nicht mehr möglich wäre. Das ArztMobil Hamburg finanziert sich, nach wie vor, rein aus Spenden – ist also auf diese angewiesen. Schlafsäcke, Unterwäsche, Socken und vieles mehr werden immer gebraucht. Deswegen freuen wir uns über Ihre Unterstützung!
Der Fotograf Antonino Condorelli hat die Arbeit des ArtzMobils 2020 mehrere Wochen begleitet. In einem Bildband sind einfühlsame Portraits der Patienten des ArtzMobils erschienen.
Corona macht keinen Unterschied! Corona zeigt die Unterschiede einer Gesellschaft noch deutlicher auf!
Mit dem Kauf dieses Buches unterstützen Sie die Arbeit des ArztMobils Hamburg.
Licht im Dunkeln – eines von vielen interessanten Partizipationsprojekten der Stiftung Kulturglück - richtet sich an Menschen, die an Demenz erkrankt sind und an deren Angehörige. In regelmäßigen Abständen werden betreute Gruppen aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen von geschulten Kunstvermittler*innen in die Hamburger Kunsthalle und weitere Museen eingeladen oder sie besuchen die Einrichtungen vor Ort. Kaffee und Kuchen runden den Kunstausflug ab und schaffen ein vertrautes Miteinander.
"Kunstpost" wird an diejenigen verschickt, für die ein persönlicher Kontakt nicht möglich ist.
Kunst in jeder Form weckt Gefühle, Emotionen und Erinnerungen – die uns einen Zugang zum an Demenz erkrankten Menschen schenken. Die Kunstvermittlerin Ulrike Cappenberg beschreibt das Projekt wie folgt: „Das Projekt schafft Lebensqualität, ermöglicht Momente der angeregten Wachheit und der echten Teilhabe.“
2016 wurde das Projekt durch die Stiftung Kulturglück ins Leben gerufen. Es richtet sich vor allem auch an Menschen, die sich einen solchen Ausflug finanziell nicht leisten können. Die Idee überzeugte und so schlossen sich viele Kooperationspartner dem Projekt an.
Die Umsetzung erfolgt durch die Hamburger Kunsthalle und weiteren Kooperationspartnern: Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK), Diakonie Tabea, Pflegen und Wohnen, Albertinenkrankenhaus, Stiftung Anscharhöhe, Annas's Tagesbetreuung, Elbschloss Residenz Klein Flottbek und weitere.
Pünktlich um 10.00 Uhr öffnen sich die Türen der ALIMAUS von Montag bis Freitag und die Gäste werden im großen Saal zum Frühstück und später nochmals zum Mittagessen begrüßt. Ein großartiges Koch-Team von zwei Festangestellten sowie mehreren Ehrenamtlichen, FSJer:innen und Helfer:innen bereitet täglich zwei Malzeiten für 50 bis 100 Gäste vor. Bevor die Gäste das Essen serviert bekommen, wird gemeinsam das Vaterunser gesprochen.
Ein friedlicher Moment der Ruhe, Andacht und Dankbarkeit.
Neben der täglichen Versorgung mit warmen Speisen und Getränken bietet die Krankenstation NOBIS BENE ärztliche Versorgung und Duschmöglichkeiten an. Ebenso hat die Kleiderkammer DON ALFONSO regelmäßig geöffnet und versorgt an zwei zusätzlichen Öffnungszeiten auch geflüchtete Ukrainer:Innen. Der Bedarf wird immer größer!
Im Mai 2022 haben wir die Alimaus besucht. Das Team ist froh, dass nach der Pandemie nun endlich die Türen wieder uneingeschränkt geöffnet sind.
Christine Meinlschmidt, die Leiterin der Alimaus, berichtet uns aber auch von der veränderten Besucherstruktur als Folge der steigenden Inflation. War diese in der Vergangenheit vorrangig von wohnungslosen Menschen bis zum Ende des Monats gekennzeichnet, kommen heute spätestens am 10. des Monats immer mehr Menschen, in die Alimaus, die von der Grundsicherung leben müssen.

Mit KULTURISTENHOCH2 wurde 2016 eine gemeinnützige soziale Initiative ins Leben gerufen, die von Einsamkeit bedrohten älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Die verbindende Kraft von Kunst & Kultur, realisiert durch kostenlose Tickets von KulturLeben Hamburg e.V., schafft vor dem Hintergrund bestehender Altersarmut regelmäßig zwanglose Begegnungen der Generationen. Das Angebot macht wirtschaftlich und oft körperlich eingeschränkten SeniorInnen ab 63 Jahren die Besuche vielfältiger Kulturveranstaltungen möglich.
Dabei werden sie von Oberstufen-SchülerInnen ab 16 Jahren aus ihrem Stadtteil begleitet. Den Älteren werden so bereichernde Gelegenheiten für soziale & kulturelle Teilhabe (wieder) geboten. Die Jungen üben sich im frühen sozialen Engagement und setzen sich aktiv gegen Einsamkeit und Isolation alter Menschen ein. Selbstwirksamkeit erlernen die Jugendlichen, die Älteren erfahren, dass es noch auf sie ankommt. So wächst der gesellschaftliche Zusammenhalt – KULTURISTENHOCH2 ist in allen sieben Hamburger Bezirken aktiv. Seit dem Start im September 2016 waren bis zum Corona-Lockdown 860 Kultur-Tandems unterwegs. Nun sind es allen widrigen Umständen zum Trotz schon 885! Die Initiative wurde 2019 mit dem PHINEO Wirkt! - Siegel ausgezeichnet. Im November 2020 starteten zwei PLUS-Projekte: Bei KH2biografisch interviewen SchülerInnen SeniorInnen zu Erfahrungen, Erinnerungen und zur Bedeutung von Kunst und Kultur im Leben. Bei KH2GemeinsamLesen! verabreden sich Alt & Jung zum Austausch über die beeindruckende Lebensgeschichte von der Hamburgerin Ursel Preuhs im Buch „Ich bin völlig unwichtig!“.
„KULTURISTENHOCH2 – SeniorenAktiv“ Lebensfreude und Engagement im Stadtteil – Hier können sich wirtschaftlich benachteiligte SeniorInnen aktiv einbringen. "KH2 - SeniorenAktiv" heißt das Projekt, mit dem sich die Stiftung Generationen-Zusammenhalt für altersarme Menschen einsetzt und sie darin unterstützt, (wieder) eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu spielen. Der Hintergrund ist traurig: Viele SeniorInnen leben wegen wirtschaftlicher und körperlicher Einschränkungen isoliert und zurückgezogen, sind passiv geworden und nicht mehr recht am Geschehen interessiert.
"KH2 - SeniorenAktiv" hat zum Ziel und Inhalt, den oft körperlich und wirtschaftlich benachteiligten TeilnehmerInnen von KULTURISTENHOCH2 (KH2) zu helfen, eigene Ideen für Gruppenaktivitäten umzusetzen. SeniorInnen sollen ihre Selbstwirksamkeit spüren, und zwar im eigenen Stadtteil – sei es durch Kontakte, mit Begegnungen, mit Austausch - Hauptsache, sie bringen sich selbst mit ein. Beispielsweise bei Bastel-Nachmittagen oder Ausflügen. Denn: Wer kennt die Bedürfnisse der AltersgenossInnen am besten? Die Generation selbst, die SeniorInnen können für- & miteinander Dinge bewegen und umsetzen. Dies führt zu einer Steigerung des eigenen Wohlbefindens und Selbstwertgefühls.
„SeniorenAktiv“ setzt sich gegen Einsamkeit und Isolation und für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt im Quartier ein.




